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Wie traumatische Lebenserfahrungen die Lernmöglichkeiten beeinflussen können

Pflegekinder haben häufig schwerwiegende Situationen erlebt, die von Extremstress, existenzieller Bedrohung und Hilflosigkeit geprägt waren. Meist entwickeln sie aufgrund dieser potenziell traumatischen Lebenserfahrungen Handlungsmuster und Bewältigungsverhalten, die ihren Alltag und das alltägliche Lernen beeinflussen. Häufig äußern sich diese in einer veränderten Wahrnehmung und haben u.a. Einfluss auf die Konzentrationsfähigkeit, die Frustrationstoleranz und die Merkfähigkeit.

Wie wirken sich traumatische Erfahrungen auf das Lernen aus und was kann dies für die Entwicklung von Pflegekindern in den öffentlichen Erziehungs- und Bildungseinrichtungen bedeuten? Wie können Pflegeeltern ihre Kinder im Spannungsfeld zwischen posttraumatischer Verarbeitung und aktuellen Lernanforderungen begleiten?

Diesen und anderen Fragen soll durch theoretische Inputs, Austausch und Reflexion von konkreten Situationen nachgegangen werden.

Referentin:
Corinna Schürmann (Dipl. Päd.) ist Trauma-Therapeutin und Mediatorin in Hamburg. Aus ihrer beruflichen Tätigkeit in der Kinder-und Jugendhilfe hat sie weitreichende Kenntnisse in der Begleitung schwer traumatisierter Kinder, Jugendlicher und Erwachsener mit Flucht-, Missbrauchs- und Gewalterfahrungen. Frau Schürmann begleitet Menschen mit traumatischen Lebenserfahrungen in Hamburg und berät Kitas, Schulen und Jugendhilfeträger zu den Themen „Trauma, Bindung, interkulturelle Bildung, Mobbing, Kommunikation und Mediation“.


Datum: Mittwoch, 05.12.2018

Uhrzeit: 19:00 - 21:30

Dauer: 1 Termin

Dozent: Dörte Kaffsack Corinna Schürmann

Kursort: PFIFF gGmbH, Brauhausstieg 15 - 17, 22041 Hamburg. Die Seminarräume sind im 2. Stockwerk.

Status: Ausgebucht


Absolut sehenswert: Der Beitrag über Bereitschaftspflegefamilie Keller bei Guten Abend RTL vom 16.7.2018. Hier können Sie ihn aufrufen.

 

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